14Dezember
Wasserstoff als Energieträger – 100-Kilowatt-Pilotanlage
oakmedia Forschung & Wissenschaft
Grundlegender Beitrag zur Energiewirtschaft – das DLR macht es vor!
Nach mehr als sechsjähriger Forschungsarbeit ist den deutschen Forschern des DLR-Institutes für Technische Thermodynamik gelungen, einen entscheidenden Schritt auf dem Weg der thermo-chemischen Wasserspaltung zu gehen.
Im Zuge der modernen Energiespartechniken hat sich gezeigt, dass die solare Energie mit Abstand an der Spitze der Energieformen steht, die das größte Potential zu bieten haben. In diesem Zusammenhang ist es dem Expertenteam des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun mit großem Erfolg geglückt, Wasserstoff mithilfe einer 100-Kilowatt-Pilotanlage allein durch solare Energie zu produzieren – und zwar CO²-frei!
Überhaupt gilt das Team des DLR-Institutes als eines der führenden Experten im Bereich „konzentrierender Solarsysteme“. Gemeinsam mit Labors in Stuttgart und Köln arbeiten die Wissenschaftler eng mit dem größten Test-Zentrum für innovative Solarenergien in Spanien zusammen.
Dank modernster Reaktor-Techniken konnte Wasser mithilfe von Sonnenenergie in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden – ohne hierfür jedoch gesondert Strom erzeugen zu müssen! Der entscheidende Vorteil von Wasserstoff im Hinblick auf die Bereiche des Umweltschutzes in Verbindung mit energiesparender Wärmegewinnung ist zum einen, dass es sich hierbei aufgrund der hohen Energiedichte um einen ganz besonders effizienten Energieträger handelt und dass bei der Verbrennung von Wasserstoff lediglich Wärme und Wasser freigesetzt werden.
Langfristig ist die fortschrittliche Neuentdeckung, Wasserstoff allein durch solare Energien herzustellen, um auf diese Weise Sonnenenergie zu speichern, von überaus großem Wert für die Energiewirtschaft. Im Zuge des so genannten HYDROSOL-II-Projektes laufen die Tests zur Wasserstofferzeugung indes weiterhin auf Hochtouren, auch vor dem Hintergrund, die Effizienz der entsprechenden Anlagen noch weiter zu steigern, um darüber hinaus möglichst rasch auch die kommerzielle Nutzung durchsetzen zu können.
Aufgrund dieses herausragenden Erfolges ließen auch die ersten Auszeichnungen nicht lange auf sich warten: das von Teilnehmern aus Spanien, Dänemark, Griechenland, Großbritannien und Deutschland durchgeführte, so genannte HYDROSOL-Projekt erhielt aktuell von einem internationalen Gremium den begehrten „Technical Achievement Award“ durch das „International Partnership for the Hydrogen Economy“.
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